Tipps zum Abnehmen und gesunder Ernährung

Warum verspüre ich immer diesen Heißhunger?

Täglich beschäftigen wir uns gedanklich rund 200 mal mit dem Thema Essen.

Und wie oft verspüren wir Hunger, obwohl wir eigentlich gar keinen Hunger haben dürften? Wobei genau hier die Wörter Hunger und Appetit ins Spiel kommen. Denn gerade wenn wir das Bedürfnis haben etwas zu essen, weil

  • wir gerade am Bäcker vorbeikommen und uns der leckere Duft in die Nase steigt
  • weil wir eben gerade jetzt an unser Lieblingsessen denken oder uns gar vor die Nase gestellt wird
  • weil unsere innere Uhr sagt: es ist mittag 12 Uhr und 12 Uhr wird immer gegessen
  • weil wir auf einer Party sind und Alkohol trinken (Alkohol regt unseren Appetit an)
  • weil wir frieren (Kälte lässt uns mehr essen, damit uns warm wird)
  • weil wir wieder mal Stress haben
  • weil wir schlechte Laune habe oder ein unbefriedigtes Bedürfnis verspüren

…. dann ist es eben kein Hunger sondern Appetit und oft äußert sich dieser sogar als Heißhunger.

Ok, was ist also nun konkret Hunger, Appetit und Heißhunger.

Hunger ist eine unangenehme körperliche Empfindung, die Menschen und Tiere dazu veranlasst, Nahrung  aufzunehmen. Die biologische Funktion dieses Reizes besteht darin, die ausreichende Versorgung des Organismus mit Nährstoffen und Energie sicherzustellen. Ausgelöst wird das Hungergefühl durch Neurotransmitter (endogene, biochemische Botenstoffe)  im Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns).

Umgangssprachlich meint man, dass wir hunger haben, wenn durch die Kontraktionen der Magenwände das sogenannte Knurren zu vernehmen ist. So ganz richtig ist das aber doch nicht. Laut aktuellen Forschungen ist ein wesentlicher Auslöser von Hunger die Glucosearmut im Blut ausschlaggebend. Das bedeutet, dass zu wenig Glukose (Zucker) im Blut vorhanden ist. Somit werden Hungerreize ausgelöst, die bis hin zu extremen Heißhungerattacken führen können. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass Sie reichlich Zucker essen müssen. Denn dann geraten Sie in einen Teufelskreis. Denn auch der Insulinspiegel spielt bei Hunger eine entscheidende Rolle.

Vom Hunger zu unterscheiden ist der Appetit, der kein physiologisches, sondern ein psychisches Phänomen ist.  Der Appetit ist das Verlangen nach einer Speise, die wir unbedingt haben wollen.

Und nun kommen wir noch zum Heißhunger. Und hier werde einfach mal die Definition aus Wikipedia einfügen, denn da wird Heißhunger sehr anschaulich beschrieben. Denn hier äußern sich oft Symptome, welche wir mit dem Thema Hunger niemals in Verbindung bringen würden.

Der so genannte Heißhunger unterscheidet sich von normalen Hungergefühlen durch einen plötzlich einsetzenden extremen Drang nach sofortiger Nahrungsaufnahme, wobei mitunter körperliche Symptome wie Zittern und Schweißausbrüche hinzukommen. Häufig besteht ein starkes Verlangen nach Süßem oder nach bestimmten Nahrungsmitteln, das eher mit Appetit gleichzusetzen ist als mit Hunger. Mediziner unterscheiden drei Formen von Heißhunger: den körperlich bedingten, den psychisch bedingten und eine Mischform.

Der körperlich bedingte Heißhunger signalisiert in den meisten Fällen eine akute Unterzuckerung des Körpers, also ein starker Abfall des Zuckerspiegels, der nicht nur bei Diabetes mellitus auftreten kann. Am schnellsten steigt der Zuckerwert durch stark zuckerhaltige Nahrung an. Traubenzucker lässt ihn am besten ansteigen, da diese Zuckerart besonders schnell ins Blut aufgenommen wird. Heißhunger kann durch Einfachzucker und Weißmehlprodukte begünstigt werden. Vollkornprodukte und eiweißreiche Lebensmittel halten den Zuckerspiegel längere Zeit konstant. Nach Diäten kann es zu Heißhungeranfällen kommen, da der Körper so den Kalorienverlust wieder ausgleichen will. Es gibt auch hormonell bedingte Heißhungeranfälle in der Schwangerschaft und bei einigen Frauen in einer bestimmten Phase des monatlichen Menstruationszyklus.

Psychisch bedingter Heißhunger wird nicht durch einen körperlichen Bedarf, sondern häufig durch Stress und negative Emotionen ausgelöst, wobei die Essgelüste zu einer Gewohnheit werden. Sättigungsgefühle werden von einer verstärktenSerotoninausschüttung durch den Hypothalamus begleitet, und Serotonin gilt als stimmungsaufhellend. Viele Heißhungeranfälle stellen eine Mischform dar. Regelmäßige Essanfälle gelten als Essstörung und kommen sowohl bei Adipositas-Patienten als auch bei Bulimie und Binge Eating vor. In diesen Fällen geht die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme während eines Anfalls völlig verloren. (Quelle: Wikipedia)

Was macht denn aber nun Heißhunger?

  1. Diäten wie wir Sie aus einschlägigen Zeitschriften kennen. ( Diät heißt im richtigen Sinne “Lebensweise” und nicht hungern.)
  2. Zucker und allgemein Süßes
  3. Fertiggerichte und FastFood
  4. industriell hergestellte Lebensmittel
  5. Stress
  6. ein übersäuerter Körper
  7. Hormonschwankungen
  8. mangelndes Körpergefühl bzw. eine falsche Körperwahrnehmung
  9. Mangelernährung

Wie kann ich aber nun den Heißhunger abschalten?

Einfach ignorieren?  Das geht nicht! Denn Heißhunger bedeutet ja nichts anderes, als das Absacken des Blutzuckerspiegels und das Zwischenhirn mobilisiert nun alle Kräfte für die Nahrungssuche. Bekommen wir diese nicht alsbald, dann wird unser Körper von Stresshormonen geflutet und Symptome wie Schwindel und kalter Schweißausbruch sind nicht selten die Folge.

Sie sehen also, abschalten geht nicht wirklich. Besser ist zu analysieren warum wir Heißhunger verspüren und in welchen Situationen wir Heißhunger verspüren. Nehmen Sie dazu die oben genannten Punkte als Hilfestellung.

Welche Ursachen sind für Ihre Heißhungerattacken verantwortlich? Schreiben Sie mir und ich werde passend zu diesen Ursachen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie diese erfolgreich “bekämpfen” können.

Gesundheit ist Ihr kostbarstes Gut!

Ihre Birgit

Birgit Henke

Als Trainerin für Stressbewältigung, Entspannungscoach sowie gelernte Gesundheitsökonomin und Pharmareferentin bin ich seit mehr als 10 Jahren im Gesundheitssektor tätig.

Ich möchte Ihnen hier zeigen, wie auch Sie eine ganzheitliche gesunde Lebensweise in Ihrem Alltag leben können.

Sie werden sehen, schon nach kurzer Zeit werden Sie sich wieder vital, gesund und leistungsfähiger fühlen.

Holen Sie sich 10 weitere praxiserprobte und alltagstaugliche Tipps.
Email:
We hate spam just as much as you
Hinterlassen Sie einen Kommentar (0) ↓

Einen Kommentar hinterlassen